Aquarienfische für Fortgeschrittene

Aktualisiert: 28. Dezember 2017

Als Fische für Fortgeschrittene zählen solche Arten, die höhere Ansprüche an Haltung und Pflege stellen. So brauchen sie je nach Art sehr viel mehr Platz als andere Fische, sind anfälliger für Krankheiten oder heikel mit dem Futter. Fische wie der Zitronenbuntbarsch, das Dornauge oder der Engelswels erfordern einen sicheren Umgang mit der Aquarien-Technik, damit die Wasserwerte (Wasserhärte, ph-Wert, Nitritgehalt) für den jeweiligen Fisch passend sind und die Temperatur im Wohlfühlbereich liegt. Wenn man sein Aquarium fertig eingerichtet und für den Anfang mit robusten, dafür aber auch gewöhnlichen Fischen bestückt hat, ist man nach einiger Zeit und gesammelter Erfahrung bereit, sein Becken zu erweitern. Und zwar um etwas exotischere Aquarienfische und ausgefallenere Pflanzen, vielleicht aber auch einfach nur um einige größere Fische. Man fängt in der Regel mit einem kleinen Becken an, in dem dann eben auch nur kleine Fische Platz finden. Der folgende Text soll Aufschluss darüber geben, ob man für ein größeres Aquarium und anspruchsvollere Fische bereit ist.

Ab wann gilt man als Fortgeschrittener?

Man kann sicher nicht pauschal sagen, dass man innerhalb eines bestimmten Zeitraumes vom Anfänger zum Fortgeschrittenen wird. Es kommt auf die Erfahrung an, die man in der Zeit sammelt, aber auch darauf, welche Wünsche und Vorstellungen man hat. Auf jeden Fall sollte man wissen, dass das biologische Gleichgewicht zwischen Fischen, Pflanzen und Mikroorganismen zuerst im neuen Aquarium hergestellt und dann erhalten werden muss. Dafür sind die Wasserwerte entscheidend. Diese bestimmen die zugrunde liegende Wasserhärte der ph-Wert und natürlich der Nitritgehalt. Der ph-Wert kann von Fisch zu Fisch variieren, wohingegen der Nitritgehalt nicht höher als 0,8 mg/l liegen darf. Man muss wissen welche Technik für welchen Einsatz infrage kommt, welche unterschiedlichen Heizungsmöglichkeiten es gibt und deren Vor- und Nachteile. Wenn man sich damit beschäftigt hat und mit den robusten Arten wie Guppys, Platys, Salmlern gute Erfahrungen gemacht hat, dann kann man die Anschaffung eines größeren Aquariums und von anspruchsvolleren Fischen überlegen.

Unterscheiden sich die Fische für Fortgeschrittene zu anderen?

Die Fische unterscheiden sich von denen, über die eine klare Empfehlung für Anfänger erfolgt, in mehr als einem Punkt. Zum einen macht die Größe der Fische einen Unterschied, aber auch das Vorkommen und welche Ansprüche sie stellen. Robuste Fischarten können im normalen Zimmeraquarium gehalten werden, das ohne Heizung und CO2-Dünger auskommt. Manche Fischarten mögen es warm, dann braucht man ein beheiztes Tropenaquarium ohne Dünger. Ein tropisches Komplettaquarium hat sowohl Heizung als auch CO2-Dünger und bietet somit einen tropischen Mikrokosmos für die Fische und Pflanzen.

Großes Panorama Aquarium mit tropischen Fischen

Welche Fische sind besonders für Fortgeschrittene geeignet?

Einige der Arten, die für erfahrene Aquarianer infrage kommen und ihre Besonderheiten:
Der Zitronenbuntbarsch kann bis zu 30 cm groß werden und benötigt ein Aquarium mit mindestens 400 l. An Futter bevorzugen sie Lebend-, Frost- und Pelletfutter. Sie sollten paarweise gehalten werden, für mehr als 2 Fische muss das Becken mindestens 1000 l Wasser fassen.
Das Dornauge ist etwas kleiner, 10 – 12 cm, wobei die Weibchen etwas fülliger und blasser sind als die Männchen. Sie fressen kleines Lebend- und Frostfutter, nehmen aber auch Futtertabletten. Das Dornauge bevorzugt das Leben in einer Gruppe, mindestens 6 Fische sollten es sein, damit sie sich wohl fühlen.

Beim Engelswels handelt es sich um einen Allesfresser, der viel Platz braucht (mindestens 400 l) und anfällig ist für Parasiten und Krankheiten. Deswegen muss man die Wasserwerte engmaschig kontrollieren. Er liebt es warm und sollte in einem großen Becken in einer kleinen Gruppe gehalten werden. Mit einer Größe von 12 – 14 cm zählt er zu den eher kleinen Fischen.
Der Zwergblaubuntbarsch ist der einzige Fisch dieser Kategorie, der sich mit wenig Platz zufrieden gibt und bereits in einem 60-l-Becken gehalten werden kann. Hierfür eignet sich auch ein Aquarium mit 100l.

Tipp: Unterschiedliche Fischarten halten sich in unterschiedlichen Wasserzonen auf (Bodenfische, Schwarmfische, Oberflächenfische). Man sollte darauf achten, dass nicht nur Fische einer Zone im Becken sind, sondern möglichst aus jeder Kategorie eine Art vorhanden ist.

Hinweis: Nur untereinander verträgliche Fische einsetzen. Streitigkeiten haben Verletzungen und Stress zur Folge, was wiederum das Risiko von Krankheiten noch erhöht. Nicht alle Arten lassen sich miteinander vergesellschaften!

Im Endeffekt ist alles Teil von Übung, die über die Zeit kommt. Ob man sich nun das richtige Buch für die Angelegenheit kaufen will oder einfach von Beginn an gut in Sachen Aquarienfische ist. Learning by doing ist auch hier ein Zitat, das die Situation am besten beschreibt. Rund jeder dritte Fortgeschrittene lernt in Sachen Pflege das meiste durch ein Nano Aquarium und wenn Sie soweit sind können Sie auch ein Aquarium mit 300l kaufen.

Inhaltsverzeichnis
  1. Ab wann gilt man als Fortgeschrittener?
  2. Unterscheiden sich die Fische für Fortgeschrittene zu anderen?
  3. Welche Fische sind besonders für Fortgeschrittene geeignet?
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